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Overkill

Panorama-Fotografie

+ 2 comments

Bei der Arbeit an den Schweden-Fotos konnte ich in letzter Zeit herausfinden, wie viele Fehler man insbesondere bei der Panorama-Fotografie machen kann. Obwohl ich bester Hoffnung war, an alles gedacht zu haben, hakt es an allen Ecken und Enden.

Zwar hatte ich eigens ein Stativ auf den Hovärken geschleppt und darauf geachtet Belichtungszeit, Fokus und Blende manuell zu wählen. Sogar den Selbstauslöser hatte ich verwandt, um zu verhindern, dass ich mit meinen ungeschickten – und kalten – Fingern das Bild beim Auslösen verwackle.

Doch als ich mich nun mit hugin an das Stitching (Anleitung) der einzelnen geschossenen Aufnahmen machte, entdeckte ich zu meinem Leidwesen noch einige Anfängerfehler. Zunächst einmal hatte ich die Überlappung der Bilder zu gering gewählt, sodass Autopano-SIFT Schwierigkeiten hatte, Verbindungspunkte und damit die überlappten Bereiche zu erkennen. Da ich die Bilder in der Dämmerung gemacht hatte, konnte ich dem Algorithmus glücklicherweise auf die Sprünge helfen, indem ich die Kontrollpunkte zunächst in stark gammakorrigierten Versionen der Bilder suchen ließ und die abgespeicherten Ergebnisse später auf die Originale anwendete. Der nächsten Hürde begegnete ich als hugin von mir die Angabe des crop factor (Formatfaktor) meiner Kameralinse verlangte. Bis ich herausfand, dass damit das Verhältnis zwischen 35-mm-Film-Diagonale (43.2666 mm) und CCD-Chip-Diagonale gemeint ist (beim 2/3"-CCD meiner Sony Cyber-shot DSC-F717: 3.933636), verging ein weiterer Abend.
Der größte Anfängerfehler offenbarte sich jedoch erst nachdem ich all diese Probleme gemeistert hatte: Ich hatte bei den Aufnahmen vergessen einen manuellen Weißabgleich durchzuführen und die Kamera im Automatikmodus belassen. Das wiederum führte dazu, dass die Fotos deutliche Unterschiede in der Farbtemperatur aufwiesen und klar sichtbare Kanten im fertigen Panaroma die Folge waren. Auch durch stundenlanges Ausprobieren ließen sich die Unterschiede mit den "Color Balance"-Tools des Paint Shop Pro nicht beheben.
Schließlich fand ich dennoch eine äußerst zufriedenstellende Lösung: Hierzu müssen zwei aneinander grenzende Aufnahmen von Hand einigermaßen zusammengefügt werden. Der anzugleichende Bereich wird selektiert und nun kann man mit dem Tool "Manual Color Correction" eine Farbkorrektur des markierten Bildbereiches durchführen. Wählt man den Farbwert eines Pixels in der Selektion an der nun deutlich sichtbaren Kante innerhalb des Panoramas mit dem "Dropper"-Tool als Ausgangswert und den Farbwert eines nahegelegenen Pixels im benachbarten Foto als Zielwert, so wird die Differenz der Farbwerte berechnet und auf den gesamten markierten Bereich angewandt. Mit ein wenig Probieren lassen sich so nacheinander alle Bilder des künftigen Panoramas anpassen. Hilfreich kann es sein, die Größe des "Dropper"-Tools auf 5x5 Pixel zu erhöhen, um die Durchschnittsfarben dieser 25 Pixel als Ausgangswert zu nehmen.

Auf diese Weise konnte ich heute Abend endlich mein erstes Panoramabild zusammenfügen und ich bin wirklich beeindruckt von der Qualität und dem Eindruck, den das Bild vermittelt.
Ein paar Gedanken mache ich mir derzeit noch zu den EXIF-Angaben, die ich dem fertigen Panorama "einimpfen" möchte, da ich bisher noch kein vernünftiges Tool zur Manipulation des EXIF-Headers eines JPEGs finden konnte.


piwi

lass sehen...

das bild. fürs exif: http://www.exifer.friedemann.info/
habs selber nicht getestet, aber öfter gutes gelesen. das mit dem crop factor hätte eine kurze nachfrage geklärt :).

Overkill

Re: lass sehen...

Zu sehen gibt's erst was, wenn alles fertig ist. :)
Für die Bearbeitung der EXIF-Header habe ich mir jetzt das Kommandozeilen-Programm ExifTool angeschaut, dass einen wirklich vielversprechenden Eindruck macht.