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Overkill

Angespielt: Brigade E5

+ 2 comments

Im März habe ich mit großer Freude auf das Spiel "Brigade E5: New Jagged Union" hingewiesen.
Mittlerweile ist es mir auch gelungen endlich einmal die nun schon bereits 14 Monate alte Demo zu testen.

Die Demo umfasst ein kurzes Tutorial, welches einem die grundlegenden Funktionen der Bedienung sowie die Fähigkeiten der Avatare näherbringen soll, und ein kleines Stadtlevel. Ziel dieser Mission ist es, einen ranghohen Militär auszuschalten, der sich in einer Villa verschanzt hat und einen Aktenkoffer sicherzustellen.

Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an – der Grafik. Klar, das Spiel ist schon im letzten Jahr auf dem russischen Markt erschienen, dennoch dürfte die 3D-Umgebung auch damals schon nicht unbedingt zum Hübschesten gehört haben. Im Gegensatz zu seinen inoffiziellen Vorgängern der "Jagged Alliance"-Serie ist es jedoch eine frei rotierbare, dreidimensionale Welt durch die wir unsere Protagonisten steuern. Hier jedoch taucht bereits das erste Problem auf. Die Kamerasteuerung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und in der Demo leider auch nicht in der Tastenbelegung anpassbar. Und so hatte ich nicht unbedingt den Eindruck einen deutlichen Vorteil gegenüber der starren, isometrischen Pseudo-3D-Ansicht der JA-Spiele zu erlangen. Immer wieder musste man den Kamerawinkel oder die Position variieren, um die Umgebung vor seinen Söldnern überblicken zu können.
Die Umgebung selbst wirkt etwas zu aufgeräumt und steril. Keine Mülltonnen, Autos, Unrat oder unbeteiligte Personen lockern die Atmosphäre der Demo auf.
Doch auch die Interaktion mit den NPCs gestaltet sich mitunter als sehr schwierig, da nur die wichtigsten Konversationen in teilweise recht holpriges Englisch übersetzt wurden – von der Sprachausgabe einmal ganz zu schweigen! Verständnisschwierigkeiten hatte ich auch bei den gelegentlich auftretenden Abstürzen des Programms, da die nachfolgende Fehlermeldung in kyrillischen Buchstaben verfasst war.
Fehler begegneten mir ebenfalls im durchaus knapp gehaltenen Tutorial, dessen Ablauf manchmal einfach hing.

Positiv fiel mir das fast schon als riesig zu bezeichnende Waffenarsenal, das dem Spieler zur Verfügung steht, auf. Um die 100 Handfeuerwaffen samt allerlei nützlicher Gimmicks wie Schalldämpfern, Laservisiere oder Granatwerfer lassen sich verwenden.
Gerade aufgrund des recht hohen Schwierigkeitsgrades der Demomission tut diese Auswahl gut. So kann man anfangs erst einmal mit einem Scharfschützengewehr aus der Distanz aufräumen bevor man schließlich im Haus mit einer Schrotflinte oder einem Sturmgewehr den Beschützern der Zielperson auf die Pelle rückt.

Etwas irritierend fand ich die diversen Artikeln, die einen rundenbasierten Modus – wie aus "Jagged Alliance" bekannt – ankündigten. Davon jedoch ist in der Demo-Version rein gar nichts zu sehen. Alle Aktionen laufen simultan ab, wenn auch in besonders hektischen Situationen mit einem Zeitfaktor verlangsamt oder pausiert. Vor diesem Hintergrund relativiert sich auch der Nutzen, der durch mehrere vom Spieler gesteuerte Söldner entsteht.

Fazit: Ein durchaus ambitioniertes Spiel, dass zwar leider nicht ganz mit seinem großen Vorbild "Jagged Alliance" mithalten kann und (in der Demo!) über einige ärgerliche Schwächen verfügt. Für Freunde des Genres dennoch sicherlich eine Überlegung wert, insbesondere falls sich der Preis von gegenwärtig etwa 35 Euro mal um den Zwanni einpendelt.


[CD]sahib

zucken im Finger

Hmm, liest sich leider wie erwartet... :-(
Kommt neuer Rechner kommt eigener Test.

Overkill

Re: Zucken im Finger

Dann bin ich ja mal gespannt, was du dazu sagst.
Aber nicht vergessen, ich beziehe mich hier lediglich auf die etwas betagte Demo. Mag sein, dass ein ganzer Teil der Mängel in der Vollversion nicht mehr auftreten.
Auch wenn dies das in meinen Augen konzeptuelle Problem mit der Kamera und dem Rundenmodus nicht behebt.